Fernwärme

Ökologisch und nachhaltig

Der Kirchenvorstand der St. Paulusgemeinde hat mit Beschluss vom 21.01.2021 einstimmig beschlossen, die Wärmeversorgung von Gas auf Fernwärmeversorgung umzustellen.

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde verfolgt als strategisches Ziel, sich möglichst ökologisch und nachhaltig aufzustellen. So nimmt die Gemeinde zum Beispiel auch am Projekt „Hannover summt“ (Bienenansiedlung) teil und hat eine fachmännische Beratung zur Fassadensanierung eingeholt, die allerdings zu dem Ergebnis geführt hat, dass eine Sanierung mit überschaubaren Mitteln zu keinem messbaren Erfolg führen und nur finanzielle Ressourcen in Anspruch nehmen würde. Dieser Weg wird daher derzeit nicht weiterverfolgt. Ein anderer Schritt wurde jedoch möglich und zwar in Richtung klimaschonende und lokale Nahwärme, nachdem die Energieprojektgesellschaft Langenhagen (EPL) in der Friedrich-Ebert-Schule im Sommer 2020 ein effizientes und modernes Blockheizkraftwerk eingebaut hat. Von dort werden nunmehr auch weitere Kunden wie nunmehr bzw. in Kürze auch die St. Paulus Gemeinde beliefert. Die KiTa, das Pfarrhaus und die Mietwohnung in der Kurt-Schuhmacher-Straße sollen in einem zweiten Schritt ebenfalls angeschlossen werden. Mittels Fernwärme ist es grundsätzlich möglich, den Kohlendioxydausstoß zu verringern.

Beitrag zur CO2 Reduzierung und Klimafreundlichkeit

Dagegen war es kein vorrangiges Ziel, eine preiswertere Wärmeversorgung zu erreichen. Der Kirchenvorstand geht von in etwa gleichbleibenden bzw. eben vertragsgemäßen Belastungen aus. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass wir zwar auf der einen Seite eine 10- jährige Vertragsbindung besteht; auf der anderen Seite aber auch eine entsprechende Planungssicherheit gegeben ist. Es entfallen zudem die Wartungskosten für die alte Gasanlage, die nach Auffassung des Kirchenvorstandes mittelfristig hätte ohnehin erneuert werden müssen. Für die Kita ist die Erneuerung der Heizungsanlage dringend geboten, da die alte Anlage nach dem Anbau der Kinderkrippe unterdimensioniert und im Winter ausgefallen war. Bis zum Einbau der Fernwärmestation hilft noch eine kurzfristige Reparaturüberbrückung. Die Umstellung auf Fernwärme wird in der Sommerschließzeit der Kita stattfinden, so dass zum Betriebsbeginn die Wärme – und Wasserbereitung stabil gewährleistet ist.

Der Vertrag wurde dem KKA (Kirchenkreisamt) vorgelegt. Einwände gab es nicht. Der Förderverein der St.-Paulusgemeinde hat auf seiner Mitgliederversammlung mehrheitlich beschlossen, einmalig das Projekt zu bezuschussen.

Fazit: Der Kirchenvorstand der St.  Paulusgemeinde möchte mit seinem Beschluss insbesondere einen kleinen Beitrag zur CO2 Reduzierung und Klimafreundlichkeit beitragen und sich klimafreundlicher aufstellen

Fernwärme im Stadtgebiet Langenforth

Ein wesentlicher Pfeiler im Klimaschutz-Aktionsprogramm der Stadt Langenhagen sind die Aktivitäten von EPL. Die klimaschonende Energieversorgung basiert dabei besonders auf ressourcenschonender Kraft-Wärme-Kopplung und Nahwärmenetzen sowie auf innovativen Erzeugungstechniken wie Brennstoffzellen sowie dem Einsatz CO2-armer Brennstoffe wie Erdgas und Biomethan. Herausragende Projekte sind die Wärmeversorgung des Stadtteils Weiherfeld sowie die Wärmeversorgung von Langenhagens Stadtmitte ausgehend von der Energiezentrale Schildhof. Auch Photovoltaik-Projekte sowie die ressourcensparende Wärmeversorgung von Einzelgebäuden gehören zum Angebot von EPL.

Im Stadtgebiet Langenforth befindet die Fernwärme im Aufbau. Gleich neben der St. Paulusgemeinde befindet sich angrenzend in der Friedrich-Ebert-Schule ein Blockheizkraftwerk (BHKW).

BHKW  tragen in besonderem Maße zur Schonung der Umwelt bei. Denn durch das gleichzeitige Erzeugen von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) sparen sie Primärenergie ein. Auf diese Weise werden klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen weitgehend vermieden. Wärmegeführt betrieben, decken sie den Grundbedarf an Heizenergie über Nah- oder Fernwärmenetze. Der Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist oder vor Ort genutzt.

Blockheizkraftwerke bestehen meist aus einem Verbrennungsmotor und einem Generator. Der Motor treibt den Generator an, hierdurch wird Strom erzeugt. Die anfallende Abwärme des Motors (Kühlmittel, Öl, Abgas) wandelt ein Wärmetauscher zu Heizenergie um. Geht in herkömmlichen Kraftwerken die Abwärme verloren, liegt dagegen der Gesamtwirkungsgrad eines BHKW durch die doppelte Nutzung der Energie bei etwa 90 Prozent. Bei der getrennten Strom- und Wärmeerzeugung in konventionellen Kraftwerken wird nur etwa ein Drittel der eingesetzten Primärenergie genutzt.

Zurzeit wird das BHKW in der Friedrich-Ebert-Schule durch Erdgas versorgt. In naher Zukunft, bei Erweiterung des Netzes in Langenforth, ist ein zweites BHKW geplant, dass dann mit bis zu 30% regenerativer Energie versorgt wird.

Bauarbteiten

Tiefbauarbeiten auf dem Gelände St.-Pauluskirche