Bericht aus unserer Gemeinde (10.04.2026)
Liebe Mitglieder unserer Gemeinde,
das mehrstöckige Verwaltungsgebäude auf dem ehemaligen Polygramm/ Universal/EDC Gelände wurde vor noch gar nicht so langer Zeit neu gebaut. Und nun steht die Nutzung als Notaufnahme für 530 geflüchtete Menschen bevor. Dies hat in der Bevölkerung viel Wirbel hervorgerufen.
Mein Gedanke ist: die Menschen kommen aus Ländern, in denen sie verfolgt und um ihr Leben bangen mussten. Daher brauchen sie Hilfe. So viele Menschen in dem Gebäude, kann das funktionieren und wer wird den Menschen helfen in der neuen Umgebung zurecht zu kommen? Aufgrund der Geschichte des Stadtteils kann es der richtige Ort sein.
Denn gar nicht weit von der St.-Paulus-Kirche stehen Wohnbauten, die nach dem Krieg gebaut wurden. Viele Menschen hatten hier nach der Flucht ihre neue Heimat gefunden. Und auch die Einfamilienhäuser in unserem Stadtteil Langenforth sind für Flüchtlinge geschaffen worden, extra mit großen Gärten, damit eine Selbstversorgung mit Obst und Gemüse möglich war.
Solidarität nach dem Motto: Vertriebene unterstützen die aktuellen Flüchtlinge. Und könnte unsere Gemeinde auch Hilfe anbieten? Ein Spaziergang durch unser Viertel bestärkte mich in dem Gedanken, dass unser Gemeindehaus zukünftig auch ein Ort der zentralen Begegnung in unserem Stadtteil sein kann.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest und – so wie es Herr Zamperoni sagt – bleiben Sie zuversichtlich.
Ihr Eberhard Engel-Ruhnke, Vorsitzender des Kirchenvorstandes