Gott macht alles neu – Gedanken zur Jahreslosung
Liebe Gemeinde,
„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Diese Vision von einem umfassenden Neubeginn gibt uns die Jahreslosung in diesem Jahr mit auf den Weg. Was für ein hoffnungsvoller Zuspruch. Er passt gut zu Jahresbeginn zu unseren Vorsätzen, das eine oder andere ändern zu wollen. Er passt ebenso am Beginn eines neuen Lebensjahres zum Wunsch, es mögen sich noch einmal unverhofft neue Türen auftun. Er passt immer noch an Silvester, wenn wir Belastendes aus dem dann vergangenen Jahr hinter uns lassen wollen.
Passt er auch für die Probleme unserer Welt, die Kriege, den Klimawandel, die Ungerechtigkeiten? Der Seher Johannes, der Verfasser der Jahreslosung aus dem Neuen Testament, spricht von einem radikalen Neuanfang durch Gott. Aber auch davon, dass Gott an seinem Bund mit dieser Erde, seiner Schöpfung, festhalten wird. In seinem Trostbuch, dem Buch der Offenbarung, spricht der Seher von der Schöpfung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der es keine Leid, keinen Tod und keine Tränen mehr geben wird.
„Gott wird abwischen alle Tränen“, lesen wir im Vers zuvor. Gott kümmert sich um uns, um seine Kirche und um die Gläubigen. So wie er es immer getan hat und wovon die ganze Bibel erzählt. Von der Schöpfungsgeschichte bis zum Grünen und Blühen im Frühling. Gott hat einen guten Plan für uns alle.
Wann wird es so weit sein? Das bleibt offen, aber die Verheißung des großen Neuanfangs ist eine Trostkraft für das Hier und Jetzt. Sie hat den verfolgten Christen damals, als Johannes seine Vision im Exil auf Patmos niederschrieb, in schweren Zeiten Hoffnung gemacht. Gott wird erneuern. Auch wenn manches Schwere bleibt, Gottes Gegenwart strahlt als Neues in unsere Wirklichkeit hinein und macht uns Mut. Sie bringt neue Hoffnung für unser Leben.
Bei allem, was uns in der Welt und im privaten Bereich beschwert und lähmt: Gott ist nicht ferne einem jeden von uns. Er will uns schenken, dass wir uns als geliebte Menschen sehen. Dann wird neu, wie wir leben. Mögen wir im Jahr 2026 etwas davon erfahren. Und davon, dass sich mit Gottes Zutun etwas verändert in unserem Leben, dass wir mutig werden, selbst etwas Neues zu tun, dass wir uns trauen, über Schatten zu springen und Türen zu öffnen.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr!
Pastor Dr. Frank Foerster