Neuanfang
Das neue Jahr hat begonnen. Möge es uns viel Gutes und auch Neues bringen! „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Diese Vision von einem umfassenden Neubeginn gibt uns die Jahreslosung für 2026 mit auf den Weg. Was für ein schönes Wort für einen Anfang. Es passt gut am Neujahrstag zu unseren Vorsätzen, das eine oder andere ändern zu wollen. Es passt ebenso am Beginn eines neuen Lebensjahres zum Wunsch, es mögen sich noch einmal unverhofft neue Türen auftun. Es passt immer noch an Silvester, wenn wir Belastendes aus dem dann vergangenen Jahr hinter uns lassen wollen.
Passt es auch für die Probleme unserer Welt, die Kriege, den Klimawandel, die Ungerechtigkeiten? Der Seher Johannes, der Verfasser der Jahreslosung aus dem Neuen Testament, spricht von einem radikalen Neuanfang durch Gott. In seinem Trostbuch, dem Buch der Offenbarung, spricht er von der Schöpfung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der es kein Leid, keinen Tod und keine Tränen mehr geben wird. „Gott wird abwischen alle Tränen“, lesen wir im Vers zuvor. Gott kümmert sich um uns, so wie er es immer getan hat und wovon die ganze Bibel erzählt. Gott hat einen guten Plan und ein gutes Ende für uns alle.
Wann wird es so weit sein? Das bleibt offen, aber die Verheißung des großen Neuanfangs ist eine Trostkraft für das Hier und Jetzt. Auch wenn manches Schwere bleibt, Gottes Gegen-wart strahlt als Neues in unsere alte Wirklichkeit hinein. Bei allem, was uns in der Welt und im privaten Bereich beschwert und lähmt, Gott ist nicht ferne einem jeden von uns. Er will uns schenken, dass wir uns als geliebte Menschen sehen. Mögen wir im neuen Jahr etwas davon erfahren. Und davon, dass sich mit Gottes Zutun etwas verändert in unserem Leben, dass wir mutig werden, selbst etwas Neues zu tun, dass wir uns trauen, über Schatten zu springen und Türen zu öffnen.
Pastor Frank Foerster, ev.-luth. Pfarramt Langenhagen-Süd